Das neue iPad

Mein erstes iPad war das iPad der 4ten Generation. Das erste Modell mit Retina Display. Dem Display konnte damals kein anderes Tablet das Wasser reichen. 2017 nagt an meinem iPad aber der (Technik-)Zahn der Zeit. Keine Updates des Betriebssystems mehr, veraltete Technik und schwächelnder Akku. Jetzt habe ich mir ein neues iPad gekauft, welches Modell und warum erfahrt ihr hier.

Warum überhaupt ein iPad?

Als das iPad im Jahr 2010 von Steve Jobs präsentiert wurde, hatte ich zuerst folgende Meinung über dieses Produkt: Ein großes unhandliches iPhone mit welchem man nicht telefonieren kann. Ein paar Tage später wiederum dachte ich: Ein MacBook ohne Tastatur und mit keinem „richtigem“ Betriebssytem.
Kurzum: mir und vielen anderen war nicht klar, für welchen Zweck man ein iPad benutzen kann oder soll.

Umdenken

Gleichzeitig war bzw. ist das iPad ein sexy Gerät, wie fast alle Apple Produkte. Mittlerweile waren wir im Jahr 2012 angekommen, ich hatte des öfteren ein iPad in freier Wildbahn gesehen. Mitte 2012 habe ich mich dann entschieden ein iPad zu kaufen.
Ich habe von meinem ersten iPad ganz viel erwartet: Emails, Spielen, Datei/Fotoverwaltung, Surfen, YouTube,…
Kurz gesagt es sollte zum Großteil mein MacBook Pro ersetzen.
Das iPad hat mein Surfverhalten zwar nach kurzer Zeit verändert. Es war aber kein Produktivgerät, es war zu Beginn eine reine Surfmaschine. Die Smartphones waren damals (noch) klein und mein MacBook Pro war mir auf Dauer zu schwer und zu unhandlich auf dem Sofa. Nach fast fünf Jahren Nutzung muss ich sagen, das iPad ist noch meine bevorzugtes Surfgerät auf dem Sofa und mein MacBook hat es nicht ersetzt.

iPad 2017

Warum habe ich mir dann ein neues iPad gekauft, obwohl das „alte“ Tablet seinen Anwendungszweck erfüllte? Weil ich ein Nerd bin 😉 Als Nerd will man möglichst immer die neueste und beste Technik haben. Zugegeben, ich habe es mit der 2012er Version des Tablets lange ausgehalten. Aber warum dann nicht gleich das iPad Pro?
Für meine aktuellen Anforderungen benötige ich die „Pro“ Features nicht. Keine Frage, der Apple Pencil ist ein richtig beeindruckendes Stück Technik, aber ich habe keinen Use Case hierfür im Moment.
Für mich ist die 2017 Version des Tablets aus Cupertino primär immer noch eine Surfmaschine und hierfür reicht mir die „normale“ Version. Natürlich hoffe ich mit meinem neuen iPad auch weitere Use Cases bei mir abbilden zu können, das zeigt aber die Zukunft.

Stillstand

Mein allererster Gedanke, dass mein iPad mein MacBook Pro ersetzten soll, wird auch mit dem neuen Gerät nicht umsetzbar sein. Warum?
Die Hardware beim iPad und natürlich auch beim Pro Modell sollte locker dazu ausreichen, aber die Software nicht!
Nochmal zum Premierenmodell, damals hieß das Betriebssystem noch iPad OS, es wurde erst Mitte 2014 mit dem iPhone OS zusammengelegt. Seit iOS 4 nutzt das iPad das gleiche OS wie das iPhone. Exklusive Tablet Funktionen gibt es nur wenige, z.B. das Split View (halbherziges Multitasking).
Ich habe gelesen, das iPad ist ein 90% Gerät. Für 90% der Personen kann das iPad 90% aller Aufgaben erledigen. Kein schlechter Wert auf den ersten Blick, aber es reicht nicht ganz den PC aus den Wohnzimmern zu vertreiben.
„Nicht-Nerds“ haben Probleme mit dem Drucken, USB-Sticks, … Ein Nerd sollte wissen, wie er dies erledigt bekommt, jedoch stoßen wir dann hier auf andere Probleme. Entwicklung von iOS Apps, Pflege von Websites, Dateiverwaltung,… hier sind wir wieder bei den 90%.
Eine gemeinsame Codebasis ist sinnvoll, jedoch muss Apple für das iPad mit iOS Version 11 mehr Pro Features präsentieren, um wirklich eine Konkurrenz für den PC zu werden. Ich bin gespannt auf die WWDC 2017.

Fazit

Ich bin trotzdem zufrieden mit dem iPad, es gibt für mich keine bessere Surfmaschine, wie ein iPad. Wenn ihr mit einem Tablet nur surfen oder Videos schauen wollt ist es das perfekte Gerät für euch.

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